Luke Nguyen: VIEATNAM (Collection Rolf Heyne)
Erschienen im März 2010, 344 Seiten (mit rund 200 Abbildungen), ISBN: 978-3899104523
Preis: 39,90 Euro (Deutschland), 41,10 Euro (Österreich), 67,90 Franken (Schweiz)
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Dieses hochwertige Buch wird jeden begeistern, der schon einmal durch Vietnam gereist ist oder dies vorhat. Luke Nguyen, Chefkoch des Restaurants "Red Lantern" in Sydney, reist auf der Suche nach kulinarischen Köstlichkeiten durch die Märkte und Garküchen seines Heimatlandes. Er hat authentische Rezepte von Gerichten gesammelt, die Reisende aus den einfachen Straßenlokalen zwischen Sapa und dem Mekong-Delta kennen. Seine Familienmitglieder zeigen ihm die Zubereitung einiger Suppen und Dipp-Soßen. Dazu kommen schöne Fotos, die das Alltagsleben der Vietnamesen zeigen.
Luke Nguyen beginnt seine kulinarische Reise im äußersten Nordwesten Vietnams, in Sapa. Nach einer rumpeligen Nachtfahrt im Zug in den Grenzort Lao Cai und dem Minibustransfer nach Sapa zieht es ihn und seine Partnerin Suzanna Boyd zum örtlichen Markt. Ihre Fotos zeigen die ersten, authentischen Eindrücke: Verkäuferinnen, vor denen sich Tofu-Stücke auftümen, lachende Kinder vom Bergvolk der Roten Dao, die dampfende Nudelsuppe essen, eine Einladung zum Tee vor bergiger Kulisse. In einer Reportage schildern sie, welche zum Teil seltsamen Lebensmittel sie auf dem Markt entdecken, was sie hier und da probieren, welche Gerüche ihnen entgegenströmen. Sie laden einige Kinder auf eine Pho ein, besuchen eine Nudelsuppen-Standfrau in ihrer Küche, stellen zusammen mit einem Tofu-Macher den Sojabohnenquark her. Zum Abschluss ihres Sapa-Aufenthaltes haben sie einige Rezepte zusammengetragen, stets verbunden mit einer kleinen Geschichte oder einem Erlebnis. Die Gerichte - einige exzellent fotografiert - sind authentisch und zum Nachkochen geeignet, denn die meisten Zutaten sind in hiesigen Asia-Shops erhältlich.
Auf diese Weise reisen Luke Nguyen und Suzanna Boyd durch das Land. In Hanoi machen sie sich auf die Suche nach der besten Nudelsuppe Pho, besuchen Eis-, Kaffee- und Grill-Stände, Garküchen und Plastik-Stühlchen-Lokale an den Gehwegen. In der Halong-Bucht geht es in ein schwimmendes Fischerdorf. In Hue, wo Einheimische sie in „Geheimtipp-Restaurants“ führen, lernen sie die feine Küche der vietnamesischen Kaiser kennen, in Hoi An die lokale Spezialität „Cao Lau“ (Nudeln mit Schweinefleisch).
Immer wieder werden sie von Vietnamesen zum Essen eingeladen, erzählen sie von Reiseerlebnissen, reflektiert Luke Nguyen das Gesehene mit seiner Kindheit. 1978 geboren, wanderte seine Familie über Thailand nach Australien aus, wo er in einem Vietnamesenviertel in Sydney aufwuchs und heute ein Restaurant betreibt. Ab dem Küstenort Quy Nhon erkundet Luke Nguyen das Land alleine und trifft viele seiner im Süden Vietnams lebenden Verwandten. Er besucht in Quy Nhon ein Zentrum für behinderte Kinder, lernt am Strand von Nha Trang eine „fliegende Meeresfrüchte-Grillerin“ kennen und wird von seinem Tourguide zum heimischen Kochen eingeladen. Im Hochland um Dalat sieht er den Anbau von Gemüse und Kaffee.
Die letzten Stationen seiner Reise sind Ho-Chi-Minh Stadt, Phan Thiet und das Mekong-Delta. Hier werden seine Berichte noch persönlicher, denn hier leben seine Verwandten, die ihn an dem einen oder anderen Erlebnis aus der Vergangenheit mit seinen Kriegen und der Armut teilhaben lassen und das eine oder andere Familienrezept verraten. Luke Nguyen lernt die „Reiskammer des Landes“ im Mekong-Delta und die Herstellung von Fischsoße kennen und trifft zum Abschluss der Reise zum ersten Mal seine Halbgeschwister.
Vieatnam ist ein sehr gelungenes Werk, das weit mehr als ein Kochbuch ist. Luke Nguyen bereist das Land aus dem Blickwinkel eines in Australien lebenden Vietnamesen, hat als Koch unzählige Einblicke in die vietnamesische Küche und als Familienmitglied berührende Begegnungen mit seinen Verwandten. Seine Reportagen ergänzen Rezepte und Fotos sehr authentischer Gerichte und immer wieder kleine Anekdoten und Wissenswertes. Die ebenfalls authentischen Fotos spiegeln Szenen des Alltags wider und versetzen jeden, der schon in Vietnam war, sofort wieder in die Stimmung vor Ort zurück.
Andrea Bonder
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14. November 2010
Buchtipp Vieatnam: Eine kulinarische Rundreise
Labels:
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Luke Nguyen,
VIEATNAM,
Vietnam
29. September 2010
15 Suppen in Vietnam: Ein Geschmackstest
Der Journalist Lars Reichhardt hat sich in Vietnam auf die Suche nach der besten Suppe gemacht. Die erste hat er morgens in einem Altstadthinterhof in Hoi An geschlürft, die zweite mittags in einem Luxusresort am Strand. Dort machte er auch einen Kochkurs, inklusive dem Einkauf auf dem Markt. Auf insgesamt sieben Suppen brachte er es in Hoi An, bis der Suppen-Test in Hanoi - der Heimat der Pho, der Nationalsuppe Vietnams - in die zweite Runde ging: An der Garküche, in Es-gibt-nur-ein-Gericht-nämlich-Nudelsuppe-Lokalen, im Luxushotel, beim französischen Spitzenkoch. Jeder verleiht der Brühe mit Rind- oder Hähnchenfleischstreifen und diversen frischen Kräutern seinen eigenen Geschmack. Nur nicht am Flughafen in Danang, da hat die Pho überhaupt nicht geschmeckt.
Das Leben ist zu kurz für schlechte Suppe, Süddeutsche Zeitung Magazin
http://sz-magazin.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/34338
Das Leben ist zu kurz für schlechte Suppe, Süddeutsche Zeitung Magazin
http://sz-magazin.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/34338
27. September 2010
Leser on tour: Trekking, kochen... und weiterfahren
Im Reiseteil der Stuttgarter Zeitung berichten immer wieder Leser von ihren Urlauben. Am vergangenen Samstag erzählte Leser Peter Riedel von seiner vierwöchigen Tour durch Vietnam. Der Mann, der mit seiner Familie unterwegs war, hat so gut wie nichts ausgelassen. Im Norden besuchte er Hanoi, die Bai-Tu-Long-Bucht (nördlich der Halong-Bucht) und Ninh Binh und wanderte mehrere Tage lang in der bergigen Umgebung von Sapa. Über Hue und Danang ging es nach Hoi An, wo sich seine 13jährigen Tochter auf die Schneidereien und Eisdielen stürzte und die Familie einen Kochkurs bei einem erst 16jährigen Koch machte. Nach Ho-Chi-Minh-Stadt und dem Mekong-Delta ging es dann zum ausklingenden Erholen auf die Insel Phu Quoc. Fazit der Tochter: Sie würde die Fahrt gerne noch einmal machen.
Ohne Fleiß kein Reis, Stuttgarter Zeitung
http://www.stuttgarter-zeitung.de/stz/page/2638186_0_9137_-thailand-ohne-fleiss-kein-reis.html
Ohne Fleiß kein Reis, Stuttgarter Zeitung
http://www.stuttgarter-zeitung.de/stz/page/2638186_0_9137_-thailand-ohne-fleiss-kein-reis.html
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Vietnam
22. September 2010
Wie war’s eigentlich in Vietnam?
Das fragten so viele Leute die junge Nora Pohl, die an einem Jugendaustauschprojekt in Nordvietnam teilgenommen hatte, dass sie in einem Artikel über Ihre Erfahrungen berichtet. Sie erzählt von Ausflügen in und um Hanoi, schwärmt von der abwechslungsreichen Küche und setzt sich mit der Politik und der Geschichte Vietnams auseinander.
Wie war’s eigentlich in Vietnam?, Lauterbacher Anzeiger
http://www.lauterbacher-anzeiger.de/lokales/lauterbach/9411062.htm
Wie war’s eigentlich in Vietnam?, Lauterbacher Anzeiger
http://www.lauterbacher-anzeiger.de/lokales/lauterbach/9411062.htm
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